Aktuelles der Gesamtschule Zeuthen
15 und schon waschechte Forscher

Jo Pank und Patrick Kaufmann (v.r.n.l.), beide 15 Jahre alt und Schüler der zehnten Klassen, haben das Landesfinale bei der BASF Schwarzheide am 3. April in der Sparte Arbeitswelt für sich entschieden. Sie hatten sich unter Anleitung von ihrem Betreuer, Herrn Torsten Stahl, Lehrer an der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau" Zeuthen, an eine brennende Problematik gemacht, der Beseitigung von Mikroplastik. Bisher war das Aufkommen an diesem schwer beseitigbaren Schadstoff untersucht worden, doch ihnen war das nicht genug, die einfache Beschreibung, sie wollten zur Lösung dieses Problems beitragen und entwickelten ein Filtersystem auf der Basis von Kieselgur. Die Ergebnisse dabei sprechen für sich und werden sicher auch beim Bundeswettbewerb in Chemnitz im Mai ihre Anerkennung finden.
Herr Stahl konnte als hervorragender Betreuer gewürdigt werden und kann auch am Bundeswettbewerb auf Kosten von Jugend forscht teilnehmen. Seine außerordentliche Motivationsgabe zeigt sich auch bei unseren Jüngsten, den siebten Klassen, die er für Jugend forscht in großer Zahl begeistern konnte und die gleich zu Beginn die Gelegenheit bekommen hatten, die aktuellen Erfolge unserer Schule im Rahmen einer Exkursion zum Landeswettbewerb aus erster Hand zu erfahren.
Die zehnten Klassen waren auch in zwei weiteren Projekten auf dem Landeswettbewerb vertreten, die Plätze belegen konnten. Da gibt es noch Potenzial für Weiterentwicklungen. Vielleicht gelingt es Hugo Frackowiak, Moritz Vogt und Richard Voß noch, das jetzt noch luftgelagerte Rad der Zukunft mit einer kompletten Magnetlagerung zu versehen und Niklas Holzhütter seinen CO2 Sensor noch auf weitere Gase auszudehnen. Sie wollen jedenfalls Jugend forscht in den kommenden Jahren noch treu bleiben.
Vergessen sollen auch nicht die Teilnehmer sein, die sich mit ihren Projekten nicht zum Landeswettbewerb qualifizieren konnten, aber ebenfalls Außerordentliches leisteten: Annabell Burde, Lennart Wihsmann, Daniel Edlich und Nico Schmidt. Einen Eindruck von allen sieben Projekten unserer Schule soll man sich am 28. Mai und danach in der Bibliothek Zeuthen verschaffen können, wo diese und einige historische ausgestellt werden sollen, unter dem Motto:
Forsche(nde) Jugend Zeuthen, Eröffnung 28. Mai um 19 Uhr in der Bibliothek Dorfstraße 22
Ich möchte mich bei allen Jugendforschern bedanken, denn deren Einsatz geht auch auf Kosten der Freizeit. Ein besonderer Dank geht auch an Herrn Sawal, dem Nestor unserer Jugend forscht Bewegung, der die Exkursion mitorganisierte und uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Nicht zuletzt sei auch der Schulleitung und insbesondere Frau Wilms als Schulleiterin gedankt, der Gemeinde Zeuthen, der Vereinigung der Förderer und den Sponsoren für die uns angediehene Unterstützung.
Dr. Christian Rempel
- Koordinator Schülerforschungszentrum Zeuthen
Zeuthen, den 3.4.2019
Besucheransturm an der Paula zum Tag der offenen Tür am 19.01.2019
Als am 19. Januar 2019 um 10 Uhr der Tag der offenen Tür eröffnet wurde, waren die Parkplätze vor der Schule längst alle belegt. Viele Eltern hatten sich mit ihren Kindern eingefunden, um einen Rundgang durch die Schule zu starten und ihre Fragen zum Konzept der Gesamtschule zu stellen.
Traditionell wurden die Gäste bereits am Eingang empfangen und von Schülerinnen und Schülern durch die Schule geführt.
Zentrale Veranstaltungen in der Cafeteria informierten über die Besonderheiten unserer Schule mit gymnasialer Oberstufe, die Musikausbildung, die Studien- und Berufsberatung und den Ganztagsbetrieb mit seinen vielfältigen Angeboten, die von der AG Spanisch bis zum Angeln reichen.
Jeder Fachbereich war auf die Fragen der Besucher zum Fach vorbereitet und erläuterte die Besonderheiten. Jüngere Geschwisterkinder, die noch nicht im Schulalter waren, konnten in der Mehrzweckhalle malen und wurden von Frau Apel betreut. Die älteren Geschwister und deren Eltern konnten den Sportlern bei Volleyball, Hockey und Tischtennis zusehen.
Die Naturwissenschaften machten in attraktiven Experimenten ihre Fächer zu Besuchermagneten. Wie sieht eine Kartoffelscheibe unter dem Mikroskop aus? Außerdem konnten sich die Gäste über die Arbeit des Schülerforschungszentrums und die Erfolge von "Jugend forscht" informieren.
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Helfen statt wegschauen!
Streitschlichterausbildung für Schüler der 7. Klassen an der Paul-Dessau-Schule
"Löse das Problem, nicht die Schuldfrage", so sagt es ein altes japanisches Sprichwort.
Bereits zu Schuljahresbeginn stellten sich 10 Schülerinnen und Schüler des 7.Jahrgangs diesem Thema.- Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Mediation" traten in der Zeit vom 20.-23.11.2018 ihre Reise nach Blossin an, um dort zu lernen, wie man konstruktiv mit Konflikten umgehen und diese lösen kann. Eine komplexe Aufgabe für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft: Gearbeitet wurde bei Wind und Wetter im erlebnispädagogischen Bereich im Freien, aber auch die Arbeit im Seminarraum gehörte dazu. Was sind die 5 Phasen der Mediation? Wie können die Konfliktparteien mit Hilfe der Streitschlichter eine Lösung finden und Vereinbarungen im Umgang treffen? Gruppenarbeit, Meinungsstrahl und Kurzfilme bereicherten die Arbeit des Teams. "Es war lustig und spannend. Die Zimmer und die Rollenspiele waren besonders cool", resümierte Philipp Brandt aus der 7/1. Begleitet wurden die Schüler von Frau Eileen Wüstling, der Schulsozialarbeiterin der Schule, die die Arbeitsgemeinschaft leitet und von Frau Stefanie Bergemann, Fachlehrerin für Mathematik und Physik.
I want to say Kaddish - 250 Sänger singen Bernstein
Schulchor der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau" führt Bernstein-Sinfonie im Konzerthaus Berlin auf

Am Freitag, dem 09.11.2018, saß den Sängerinnen und Sängern des Schulchores der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau" Zeuthen das Lampenfieber ordentlich im Nacken. Nach schweißtreibenden Proben und damit verbundenen zahlreichen Fahrten zwischen Zeuthen und Berlin führten sie zusammen mit dem Berliner Konzertchor und weiteren anderen Jugendchören Leonard Bernsteins 3. Sinfonie "Kaddish" im Konzerthaus Berlin auf.
Im Frühjahr dieses Jahres erreichte den Paul-Dessau-Chor die Nachricht: Jan Olberg, Leiter des Berliner Konzertchores und des Oberstufenchores "Die Primaner" des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin, lud zur Teilnahme an dem Mammutprojekt ein. Als er vom Konzerthaus Berlin die Gelegenheit für einen Auftritt am 09.11.2018 erhielt, war seine Entscheidung schnell gefüllt. Am Tag der 80. Wiederkehr der Reichspogromnacht im Jahr von Leonard Bernsteins 100. Geburtstag musste es die 3. Sinfonie des Meisters werden, die das Kaddish, das Totengebet, das wichtigste Gebet des Judentums, vertont.
Bernsteins Werk gehört zu den anspruchsvollsten der sinfonischen Chorliteratur. Trotzdem folgten 20 Sängerinnen und Sänger des Paul-Dessau-Chores, wenn auch mit Bauchschmerzen, Jan Olbergs Einladung. "Wie sollen wir das nur schaffen?" dachte Michelle Ribbecke aus der 12. Jahrgangsstufe gleich nach der ersten Probe.
Es folgte eine aufregende, aufwändige Erarbeitungsphase, bestehend aus Einzelproben in der Schule sowie zwei Chorwochenenden im September und Oktober. Die Proben liefen mit hoher Konzentration ab. Julia Kunze, Altistin aus der 11. Jahrgangsstufe, erinnert sich: "Diese Gemeinschaftsproben waren viel effektiver als die Einzelproben in der Schule." Hinzu kam, dass professionelle Stimmbildner die Jugendlichen unterstützten, das Werk gesanglich zu bewältigen.
Als dann am Ende der Ferien die Haupt- und Generalprobe zusammen mit dem international bekannten Schauspieler Reiner Schöne (u.a. Synchronstimme Optimus Prime in Transformers) und einem vollen Sinfonieorchester absolviert wurden, schwand auch bei den letzten Skeptikern der Zweifel am Erfolg des Auftritts.
Am Abend des Konzerts stand sämtlichen Sängerinnen und Sängern die Aufregung förmlich ins Gesicht geschrieben. Würden sie die Einsätze richtig hinbekommen? Würden sie sich auch nicht versingen ?
Die Befürchtungen erfüllten sich nicht und am Ende gab des Standing Ovations von den stolzen Familienangehörigen, Lehrern und Kulturbegeisterten. "Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut," sagt Dagmar Herse, Sekretärin der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau".
Auch für die Schülerinnen und Schüler war das Konzert ein unvergessliches Erlebnis. Jan Schumann aus der 9. Jahrgangsstufe bringt es auf den Punkt: "Es war einfach nur episch!"
Katharina Krause, 12.11.2018
Unserer Geschichte auf der Spur
Treffen der "AG Chronik" mit der Journalistin Juliane Freytag
Am 22.03.2018 trafen sich die Mitglieder der "AG Chronik" der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau" Zeuthen mit der Journalistin Juliane Freytag, der Enkelin des Architekten unserer Schule, Friedrich Brinkmann (1879-1945).
Da sie zu dieser Zeit gerade an einer Broschüre über das Werk ihres Großvaters arbeitete, hatte sie großes Interesse am heutigen Zustand der Schule und an Dokumenten aus unserem Schularchiv, die sie für die Broschüre nutzen konnte. Wir konnten ihr einige interessante Materialien zur Verfügung stellen, darunter ein Exemplar des Festprogramms zur Eröffnung der Schule im Jahr 1932.
Frau Freytag beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Werk ihres Großvaters und hat auch einen Wikipedia-Artikel über ihn veröffentlicht.
Sie berichtete, dass sie das umfangreiche Privatarchiv ihres Großvaters auf dem Dachboden gefunden habe. Darunter befänden sich auch viele Fotos, Planungsskizzen und Original-Baupläne.
Interessant waren vor allem ihre Erläuterungen zur Baugeschichte unserer Schule: Nachdem ihr Großvater bereits 1927 den Erweiterungsbau am Humboldt-Gymnasium Eichwalde entworfen hatte, wurde die heutige Musikbetonte Gesamtschule "Paul Dessau" Zeuthen sein erstes Schulneubau-Projekt, bei dem er gleichzeitig auch die Bauleitung innehatte.
Der Weg von der Planung über den ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung 1932 verlief dabei nicht ohne Schwierigkeiten, denn durch die damals vorherrschende Weltwirtschaftskrise, die ganz Deutschland fest im Griff hatte, musste auch Zeuthen sparen: Die bereits bewilligten Kredite für den Bau der Schule wurden um die Hälfte gekürzt und die Gemeinde musste zur Finanzierung des neuen Gebäudes sogar Grundbesitz verkaufen.
Der Architekt entwarf und baute neben unserer Schule noch viele weitere Gebäude im Architekturstil des Expressionismus, hauptsächlich in Berlin und Brandenburg. Bei diesen Projekten arbeitete er stets eng mit dem Bildhauer Alfred Kräußel aus Berlin-Friedrichshagen zusammen, von dem u.a. die Figuren an der Fassade und die Tierskulpturen im Inneren des Schulgebäudes stammen.
Da unsere Schule seit 1994 unter Denkmalschutz steht, stieß Frau Freytag bei ihrer Besichtigung auf zahlreiche architektonische Spuren ihres Großvaters.
Im Gedenken an ihn hat sie mittlerweile eine Broschüre über sein Leben und sein Wirken unter dem Titel "Der Friedrichshagener Architekt Friedrich Brinkmann. Praktisches und Schönes zum harmonischen Ganzen" ("Friedrichshagener Hefte"; Nr. 67) veröffentlicht.
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